Aktuelles

„Über Krieg sprechen“ – Stellungnahme der GEMINI

„Über Krieg sprechen“ – Stellungnahme der GEMINI

Die Gemeinsame Initiative der Träger politischer Jugendbildung (GEMINI) im Bundesausschuss politische Bildung (bap) hat eine Stellungnahme zur Bedeutung politischer Jugendbildung im Umgang mit dem Krieg in der Ukraine verfasst. Der russische Krieg gegen die Ukraine trifft auf eine Jugend, die durch zwei Jahre Pandemie bereits sehr verunsichert ist und auf viele zur Lebensphase Jugend gehörende Erfahrungen verzichten musste. In der Corona-Pandemie fühlten sich Jugendliche zudem in ihren Anliegen und Unsicherheiten von Politik und Gesellschaft nicht wahrgenommen. Die Träger der GEMINI sehen es als ihre vornehmste Aufgabe an, mit ihren Angeboten der außerschulischen Bildung Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, Räume für ihre Fragen, Unsicherheiten und Anliegen zu schaffen und eine vertiefte Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Geschehnissen zu begleiten.

Das Studienhaus Wiesneck ist als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Ost-West-Institute e.V. Teil der GEMINI und teilt den Text hier im Wortlaut:

Vollständige Stellungnahme (PDF)

 

Das Studienhaus Wiesneck trauert um Prof. Dr. Günter C. Behrmann.

Das Studienhaus Wiesneck trauert um Prof. Dr. Günter C. Behrmann.

Prof. Behrmann gehörte seit 1977 unserem Trägerverein an. 2003 wurde er in den Vorstand gewählt. Von 2013 bis 2019 war Prof. Behrmann erster Vorsitzender unseres Trägervereins.

Als Professor für Didaktik der politischen Bildung – zunächst an der Universität Osnabrück und dann von 1993 bis zu seiner Emeritierung 2010 an der Universität Potsdam – sowie als sachkundiger Praktiker der politischen Bildungsarbeit hat er uns immer wieder wertvolle inhaltliche Impulse für unsere Arbeit gegeben. Vielfach brachte er seine Fachexpertise zudem als Referent bei Veranstaltungen des Studienhaus Wiesneck ein, bei Fortbildungen für Lehrkräfte, Multiplikatoren und Multiplikatorinnen sowie Fachtagungen für die interessierte Öffentlichkeit. So diskutierte Prof. Behrmann 2001 anlässlich unseres Symposions „10 Jahre Deutsche Einheit“ über Ansätze, Methoden und Ziele der politischen Bildung zur Fortführung des Vereinigungsprozesses. 2002 engagierte er sich konzeptionell und als Diskussionsleiter bei unserem Symposion „Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft – Ein Gesellschaftsmodell der Zukunft?“. 2009 bereicherte Prof. Behrmann die Festveranstaltung „50 Jahre Studienhaus Wiesneck“ mit einem programmatischen Beitrag zur Geschichte und Gegenwart der politischen Bildung in Deutschland. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Trägervereins 2014 referierte er zur Bedeutung der Akademie für politische Bildung Tutzing und des Studienhaus Wiesneck für die Neuorientierung der politischen Bildung in der Bundesrepublik Deutschland.

Darüber hinaus stand er den Dozierenden und insbesondere auch der Direktion des Studienhaus Wiesneck über all die Jahre hinweg mit Rat und Tat zur Seite. Er stellte uns sein fachliches Netzwerk zur Verfügung, diskutierte mit uns aktuelle Entwicklungen der politischen Bildungsarbeit und beriet uns bei strategischen Entscheidungen zur Weiterentwicklung unserer Arbeit. In seine Zeit als Vorstandsmitglied und insbesondere als Vorsitzender des Trägervereins fallen umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen unseres Tagungshauses, bei deren Konzipierung und Finanzierung uns Prof. Behrmann immer bestens unterstützte.

Prof. Behrmann ist am 27.3.2022 im Alter von 81 Jahren in Potsdam verstorben. Wir werden seinen Rat und seine Unterstützung sehr vermissen und bewahren sein Andenken in höchsten Ehren.

Für die Mitarbeitenden des Studienhaus Wiesneck und die Mitglieder des Trägervereins,

Institutsdirektion Prof. Dr. Ulrich Eith und Prof. Dr. Beate Rosenzweig
Ehrenvorsitzender des Trägervereins Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Oberndörfer
Erster Vorsitzender des Trägervereins Prof. Dr. Gerd Mielke

Noch freie Plätze für Fortbildungsangebot zu Klimapolitik für Multiplikator*innen im Juni 2022

Noch freie Plätze für Fortbildungsangebot zu Klimapolitik für Multiplikator*innen im Juni 2022

Vom 27.-29. Juni 2022 veranstalten wir im Studienhaus eine Fortbildung mit dem Titel „Endstation Klimakrise – Klimapolitik auf dem Prüfstand“. Die Fortbildung findet in Zusammenarbeit mit der Außenstelle Freiburg der Landeszentrale für politische Bildung BW statt und beschäftigt sich mit der Frage der angemessenen poltischen Reaktion auf die Herausforderungen des Klimawandels.

Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte aller Schularten aus den Fachbereichen Gemeinschaftskunde, Geschichte, Wirtschaftslehre, Geographie und Ethik. Für die Fortbildung gibt es aktuell noch freie Plätze. Wir bitten Interessent*innen um eine zeitnahe Anmeldung!

Den genauen Zeitplan, das Programm und die Anmeldemodalitäten finden Sie unter: Fortbildungen.

Die vom 16.-18. Mai 2022 in Kooperation mit der Ludwig-Erhard-Stiftung geplante Fortbildung „Ökologische und digitale Transformation – Zukunftsfragen der Sozialen Marktwirtschaft“ muss leider in den Herbst 2022 verschoben werden. Ein Ausweichtermin wird in Kürze bekannt gegeben.

Stellungnahmen zum Diskussionspapier für ein Demokratiefördergesetz

Stellungnahmen zum Diskussionspapier für ein Demokratiefördergesetz

Am 25.02.2022 veröffentlichten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesinnenministerium des Innern und für Heimat (BMI) ein Diskussionspapier für ein Demokratiefördergesetz. Mehr als 200 Organisationen und Akteur*innen aus der Zivillgesellschaft und Wissenschaft — u.a. der Bundesausschuss Politische Bildung (bap) e.V. und die Gemeinsame Initiative der Träger Politischer Jugendbildung (GEMINI), in denen das Studienhaus Wiesneck als Mitglied der Ost-West-Institute aktiv ist – wurden eingeladen, dazu ihre Positionen abzugeben und ihre Ideen einzubringen. Hier finden Sie die Stellungnahmen des bap und der GEMINI zum Diskussionspapier.

 

Neues Angebot für Jugendliche: Für demokratische Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung

Neues Angebot für Jugendliche: Für demokratische Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung

Nach zwei Jahren Corona-Pandemie gibt es viel nachzuholen! Nicht nur in Bezug auf schulisches Lernen, sondern auch hinsichtlich außerschulischer Aktivitäten und sozialer Kontakte. Das Studienhaus Wiesneck beteiligt sich an dem Programm „Aufholen nach Corona“ des Bundes und des Landes Baden-Württemberg mit einem spannenden Angebot an alle Jugendlichen aus Baden-Württemberg ab 13 Jahren.

Das Programm findet unter der Überschrift „Für demokratische Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung“ statt und kann sowohl als eintägige Veranstaltung an einer Schule, oder als mehrtägiges Seminar bei uns im Studienhaus durchgeführt werden. Die Jugendlichen können dabei je nach Interesse aus verschiedenen Modulen von Vorurteilen und Diskriminierung über demokratische Rechte bis hin zu Meinungsfreiheit und Medienkompetenz wählen.

Die Förderung aus Landesmitteln ermöglicht es uns, dieses Angebot kostenfrei, bzw. bei mehrtägigen Veranstaltungen zu einem sehr geringen Eigenbeitrag anzubieten.

Genauere Informationen zu der Programmlinie finden sich unter: Aufholen nach Corona.

Evaluation digitaler Beteiligungsprozesse mit Zufallsbürger*innen

Evaluation digitaler Beteiligungsprozesse mit Zufallsbürger*innen

Beteiligungsformate mit zufällig ausgewählten Bürger*innen erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Innerhalb Deutschlands kommt Baden-Württemberg in diesem Bereich eine Vorreiterrolle zu, stellen die konsultativen, dialogorientierten Formen der Bürgerbeteiligung doch eine zentrale Säule der nach dem Regierungswechsel 2011 institutionalisierten „Politik des Gehörtwerdens“ dar. Unsere Mitarbeiter Prof. Dr. Ulrich Eith und Dr. Julian Schärdel haben in einer umfangreichen Studie Beteiligungsprozesse mit Zufallsbürger*innen in Baden-Württemberg untersucht, die in den Jahren 2020 und 2021 pandemiebedingt digital stattfanden. Dafür haben sie Expert*inneninterviews durchgeführt und die Teilnehmenden nach ihren Motiven zur Teilnahme und der Zufriedenheit mit dem Ablauf und den Ergebnissen der Beteiligungsprozesse befragt. Die Evaluation wurde vom Staatsministerium Baden-Württemberg gefördert.
Die Ergebnisse der Evaluation finden sie hier.
Fachtagung der Ost-West-Institute

Fachtagung der Ost-West-Institute

Im Oktober fand an der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung im Weiterbildungszentrum Ingelheim eine Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft der Ost-West-Institute statt. Als Mitglied des Dachverbands nahmen an der Tagung auch Mitarbeiter*innen des Studienhaus Wiesneck teil. Beate Rosenzweig, die aktuell zudem Vorstandsvorsitzende der AG OWI ist, Ulrich Eith als Institutsdirektor des Studienhauses und Julian Schärdel, der seit September zudem die Stelle des Projektkooridnators bei der AG OWI ausfüllt. Auf der dritten Fachtagung der AG OWI stand insbesondere das seit 2021 selbst gesetzte Schwerpunktthema Inklusion als Herausforderung für die politische Bildungsarbeit im Fokus.
Den vollständigen Bericht der Fachtagung finden Sie hier.
Tablet-basiertes Escape Game zur Europäischen Integration

Tablet-basiertes Escape Game zur Europäischen Integration

Für unser Seminarangebot im Bereich der Europäischen Integration haben wir ein Tablet-basiertes Escape Game zu den Grundlagen der Europäischen Integration entwickelt. Mit der App Actionbound werden die Jugendlichen durch einen Kriminalfall geleitet und bekommen dabei mit Hilfe von digitalen und analogen Materialien Einblicke in Geschichte, Institutionen und Motive der Europäischen Union sowie in konkrete Politikfelder. Das Escape Game eignet sich für Jugendliche ab 14 Jahren und ist als Einstiegseinheit für ein mehrtätiges Seminar zum Thema Europäische Integration konzipiert. Ein Beispielseminar aus diesem Bereich finden Sie hier. Bei Interesse melden Sie sich gerne bei uns, über unser Kontaktformular.

Neue Publikationen: Vor der Bundestagswahl 2021 – Auf dem Weg zu einer critical election?

Neue Publikationen: Vor der Bundestagswahl 2021 – Auf dem Weg zu einer critical election?

Noch rechtzeitig vor dem Wahltermin ist das von Prof. Dr. Gerd Mielke, erster Vorsitzender des Trägervereins des Studienhaus Wiesneck, konzipierte Vorwahlheft des Forschungsjournals Soziale Bewegungen (Heft 3/2021) mit zehn Einzelbeiträgen erschienen. Prof. Gerd Mielke diskutiert in getrennten Beiträgen das Konzept der Critical Election sowie den Stellenwert der Grünen im deutschen Parteiensystem. Prof. Beate Rosenzweig untersucht in ihrem Beitrag die aktuellen Herausforderungen geschlechtergerechter Repräsentation und Teilhabe. Prof. Ulrich Eith vergleicht die drei Landtagswahlen des Jahres 2021 und fragt nach den daraus ableitbaren Signalen aus der Provinz für die Bundestagswahl.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://forschungsjournal.de/jahrgaenge/2021heft3

 

Noch freie Plätze für Fortbildungsangebot zu Klimapolitik für Multiplikator*innen im Juni 2022

Neue Fortbildung im November: Anti-Diskriminierung

Im November organisiert das Studienhaus Wiesneck eine weitere Fortbildung für Multiplikator*innen mit dem Titel: „Anti-Diskriminierung – Aktuelle Entwicklungen und Debatten“.
Vom 15.-17. November werden wir gemeinsam mit spannenden Referent*innen aus Wissenschaft und Praxis unterschiedliche Aspekte der Thematik von Rassismus und Antisemitismus über Armutsdiskriminierung bis hin zu aktuellen Debatten über Identitätspolitik genauer beleuchten.
Die Fortbildung ist aktuell in Präsenz bei uns im Studienhaus geplant und richtet sich an Lehrkräfte aller Schularten aus den Fachbereichen Gemeinschaftskunde, Geschichte, Geographie, Religion und Ethik. Den genauen Zeitplan, das Programm und Informationen zu den Anmeldemodalitäten finden Sie unter: https://www.wiesneck.de/lehrkraefte.